Ein Partnerprojekt wurde auf Betreiben der Republik und des Kantons Jura (Schweiz), sowie des Conseil General des Jura (Frankreich) ins Leben gerufen. Die Abteilung für Archäologie und Paläontologie des Kulturdezernats des Kantons Jura und die Abteilung für Naturgeschichte, Archäologie und Ethnologie des Departements Jura haben das Projekt gemeinsam erarbeitet und dem Programm INTERREG IIIA vorgelegt. Das im Dezember 2005 eingereichte Projekt wurde im Juni 2006 akzeptiert.
Die Partnerschaft wurde bereits 2002, nach der ersten Endeckung von Dinosaurierspuren in Courtedoux (Schweiz), gefolgt von den neuen Funden im Jahre 2004 in Coisia (Frankreich) ins Leben gerufen, worauf ein reger Erfahrungsaustausch in die Wege geleitet wurde. Ziel war es, das wertvolle paläontologische Erbe des Juramassivs ins rechte Licht zu setzen. Die Region ist dabei als geografische, geologische und paläontologische Einheit anzusehen, die heute von einer willkürlichen Grenze durchquert wird. Der Jura hat seinen Namen einer bedeutenden Epoche der Sekundärzeit verliehen. Denn Alexandre Brongniart schlug 1829 den Namen Jura aufgrund des fossilienreichen Kalkgesteins vor, das im Juramassiv so reichlich vorhanden war.
Neben dem Kanton Jura und dem Departement Jura gehören dem Partnerprojekt folgende Instanzen an:
- Das Naturhistorische Museum Fribourg,
- Das Naturwissenschaftliche Museum Porrentruy,
- Die französischen Staatsforste (Büro Jura, Frankreich).
Weiters erhält das Projekt die Unterstützung der Universitäten Fribourg und Lyon I, der Kooperationsabteilung des Schweizer Jura und der Jura Delegation der ‚Loterie romande’ (Schweiz).
Die so eingegangene Kooperation erstreckt sich über den gesamten Jurabogen. Diese Region könnte sich in der Zukunft zur Europäischen Zentrale für paläontologische Forschung entwickeln. Dieses innovative und gleichzeitig verbindende Projekt erhält die Unterstützung der Europäischen Union und der Schweizer Konföderation.
Es tut sich einiges in der Region:
2007-2008: Internationales Jahr des Planeten Erde,
2009: Feier des 180-jährigen Bestehens der Benennung Jura basierend auf dem Kalkgestein des Jura,
2012: 3. Symposium Cuvier in Montbéliard. |