Sur la piste des dinosaures
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Conseil General des Jura
 
Conseil General des Jura
Das Departement Jura war eines der ersten Departements in Frankreich, das ein Konservatorium eingerichtet, und so sein Interesse an der Erhaltung des Kulturerbes bekundet hat.
 
Die naturhistorische Gesellschaft des Departements für Archäologie und Ethnologie arbeitet seit einigen Jahren mit den Paläontologen zusammen. Ihr ist nicht zuletzt die Bestellung einer Skulptur in Originalgröße des Plateosaurus von Lons-le-Saunier und die Teilnahme, gemeinsam mit dem Museum Cuvier in Montbéliard, am „Jahr der Dinosaurier in der Franche-Comté“ im Jahre 1992 mit der Ausstellung „Dinopub et Ludosaure“ zu verdanken. 1996 titelt ihre Jahresschrift mit der Schlagzeile „Jurassic’Jura“.

2003 starten der schweizerische und der französische Jura ihre Zusammenarbeit unter dem Titel „Rund um die Dinosaurier“ mit einem Film aus der Reihe „Fugues franco-suisses“, der vom dritten französischen Fernsehprogramm FR3 Franche-Comté gestaltet wird.

Heute überwacht das Konservatorium die wissenschaftlichen Arbeiten an der Fundstelle der Dinosaurierspuren in Coisia, die im Jahre 2004 entdeckt wurden, und sich im Besitz des Departements befinden. Es unterstützt die Gemeinde Loulle auf dem Territorium, auf dem 2006 ein beeindruckender und neuer Fundort an Dinosaurierspuren zu Tage befördert wurde. Für Coisia hat das Konservatorium die Expertise seiner Kollegen aus dem schweizerischen Jura angefordert. Daraus entstand die Idee, gemeinsam Auf den Spuren der Jura Dinosaurier im Juramassiv tätig zu werden.




Kulturdezernat, Abteilung für Archäologie und Paläontologie des Kantons Jura
RépubliquKulturdezernat, Abteilung für Archäologie und Paläontologie des Kantons Jura
Die Ausgrabungsarbeiten, die seit 1986 an der Autobahnbaustelle durchgeführt wurden, haben den Kanton auf die Spur der Dinosaurier gebracht!
Ein auf Paläontologie spezialisiertes Forscherteam wurde im Jahre 2000 eingesetzt, und ist seither der Abteilung für Archäologie und Paläontologie des Kulturdezernats der Republik und des Kantons Jura unterstellt. Der Sitz der Abteilung befindet sich in Porrentruy. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt auf dem Gebiet der Paläontologie in der Schweiz, und sogar in ganz Europa. Denn zum ersten Mal unterstützt ein Schweizer Kanton in offizieller Form paläontologische Ausgrabungen und Forschungsarbeiten auf dem Trassenverlauf einer öffentlichen Straße, im konkreten Fall, jenen der „Transjurane“ oder A16, der die Schweizer und Französischen Autobahnnetze durch Überwindung des Juramassivs zwischen Bienne und Belfort verbinden soll. Zwischen 2002 und 2006 wurden etwa 20.000 Fossilien freigelegt: mehr als 3.000 Dinosaurierspuren, zahlreiche Schildkrötenpanzer, Überreste von Krokodilen und eine bedeutende Sammlung an wirbellosen Meerestieren (Muscheln, Ammoniten, Seeigel, usw.) im oberen Jura bei Courtedoux; Knochenreste ausgestorbener Säugetiere und fossile Baumstämme in den Molassegebieten bei Délémont und, aus der letzten Eiszeit, Überreste von großen Säugetieren (Mammuts, Fellnashörner, usw.) in Ajoie (Region Porrentruy). Die Dinosaurierspuren, die in der Nähe von Courtedoux und Chevenez, in Ajoie entdeckt wurden, haben im Jahre 2002 einen wissenschaftlichen und politischen Denkprozess ausgelöst. Die Regierung des Juragebietes entschied damals, sich für die Konservierung und die entsprechende dauerhafte Betreuung dieser bedeutenden Fundorte einzusetzen.

   
Die französischen Staatsforste
Die französischen Staatsforste
Diese Behörde verwaltet im Auftrag des Staates und der Gemeinden mehr als 12 Millionen Hektar Wald und Naturlandschaft mit einer besonderen Artenvielfalt. Sie überwacht dabei auch die natürlichen Lebensräume, die in den Wäldern anzufinden sind: Moore, Trockenwiesen, Almwiesen und Felsgebiete.
Die Staatsforste verwalten auch den Staatsforst von Coisia (159 Hektar), der sich unmittelbar neben der Landesstraße befindet, an der die Dinosaurierspuren gefunden wurden. Als Mitbesitzer eines Teiles dieses Fundortes neben dem Conseil General des Jura haben die Staatsforste das Projekt mitfinanziert, einen Teil der Kosten für Forschung und Entwicklung übernommen, und das Projekt auf französischer Seite mitgeleitet.
   
Die Lotterie der französischsprachigen Schweiz im Jura
Die Lotterie der französischsprachigen Schweiz im Jura
Die Regierungen der damals 5 französischsprachigen Kantone verabschiedeten 1937 ein interkantonales Übereineinkommen zur Ausrichtung einer Lotterie in ihren jeweiligen Territorien, die so genannte „Loterie romande“, deren Reinerlöß
für wohltätige Zwecke und Aktivitäten von öffentlichem Interesse in den Kantonen eingesetzt wird, für deren Auswahl die Kantone verantwortlich sind. 1978 traten Republik und der damals neu gegründete Kanton Jura der „Loterie romande“ bei. Etwa 56 Millionen Franken wurden seither ausgeschüttet. Das Projekt Interreg Auf den Spuren der Jura Dinosaurier im Juramassiv erhält eine finanzielle Unterstützung der „Loterie romande“.
   
Universität Fribourg
UniUniversität Fribourg
Die Fakultät für Erdwissenschaften in Fribourg ist ein aktiver Partner der paläontologischen Disziplin im Juramassiv. Professor Jean-Pierre Berger ist Spezialist auf dem Gebiet der Sedimente aus der Tertiärzeit und Mitglied der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe, die an der Erstellung einer Liste der Geotope des Kantons Jura arbeiten, und wissenschaftlicher Beauftragter für die Abteilung Archäologie und Paläontologie des Jura. Er hat viele jener Paläontologen ausgebildet, die zurzeit auf den Spuren der Autobahn „Transjurane“ arbeiten.
   
Universität Lyon 1
Universität Lyon 1
Die Beziehungen zwischen der Universität Lyon I und den Paläontologen des Juramassivs reichen bereits einige Jahre zurück. Ihnen sind vor allem die Ausgrabungen in Cerin (Ain) und die Studien der Pflanzenfossilien in Loulle (Jura) zu verdanken.
Pierre Hantzpergue, Rektor der Fakultät für Erdkunde an der Universität Claude Bernard, Lyon I, ist Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der mit der Erforschung des Fundortes Coisia beauftragt ist. Gemeinsam mit Jean-Michel Mazin vom staatlichen Forschungszentrum (C.N.R.S.) ist Pierre Hantzpergue verantwortlich für die wissenschaftliche Erforschung des Fundortes der Dinosaurierspuren in Loulle, die 2006 entdeckt wurden. Er hat die Publikation von „Das Jurazeitalter im Jura. Die Metamorphose einer Landschaft“ als Begleitschrift des Projektes INTERREG angeregt und koordiniert.
   
Naturhistorisches Museum Fribourg
Naturhistorisches Museum Fribourg
Die umfangreichen Sammlungen des Museums sind in einer Dauerausstellung zu sehen, die in 5 Abschnitte unterteilt ist: Mineralogie, Erdgeschichte, Geologie, regionale Tierwelt und regionale Zoologie. Es verfügt auch über verschiedene Abteilungen, wie eine Pflegestation für Wildtiere. In wissenschaftlichen Fragen arbeitet das Museum eng mit der Universität Fribourg zusammen.
Das Museum ist bei der Fribourger Bevölkerung vor allem aufgrund seiner temporären Ausstellungen bekannt und beliebt. Die Ausstellung Paléomania. Auf der Spur der Paläontologen im Jurabogen ist die erste Ausstellung, die den kürzlich durchgeführten paläontologischen Forschungsarbeiten gewidmet ist. Sie wird 2008-2009 im Museum zu sehen sein.